Erdsubstrat

Was ist Humus? Vorteile und Verwendung der Humuserde für Zimmerpflanzen

Was ist Humus? Vorteile und Verwendung der Humuserde für Zimmerpflanzen - FARBIO® - Nachhaltige Bio-Flüssigdünger aus Hamburg

Nährhumus gilt als der Schlüssel für einen nährstoffreichen Gartenboden oder ein hochwertiges Zimmerpflanzensubstrat. Denn wird dieser organische Stoff zugeführt, so wird die Bodenfruchtbarkeit, Wasserspeicherung, Nährstoffversorgung und Strukturstabilität erhöht. Erfahre hier, wie Du das Pflanzenwachstum Deiner Zimmerpflanzen auf natürliche Weise mit Humus verbesserst!

Definition von Humus

Der Begriff "Humus" bezieht sich auf sämtliche abgestorbene organische Materie im Boden. Bodenlebewesen zerlegen Pflanzenreste in winzige Teile. Sogar die Überreste von Tieren und Mikroorganismen werden schließlich zu Humus umgewandelt.

In der Regel enthalten die oberen 10 bis 30 cm des Bodens im Garten eine Humusschicht.  Der dunkelbraune bis schwarze Oberboden hat viele der wichtigen Makro- und Mikronährstoffe gebunden.

Humusbildung und Zusammensetzung von Humus

Humus entsteht durch den Abbau organischer Materialien im Boden. Dieser Prozess der Zersetzung ist auch als Humifizierung bekannt. Es gibt verschiedene Organismen, die an der Humusbildung beteiligt sind, darunter Bakterien, Pilze, Würmer und andere Bodenlebewesen. Diese bauen organische Substanz in Huminstoffe um.

Mit fortschreitender Zersetzung bildet sich eine braune bis schwarze, stabile Substanz - der Humus. Dieser hat eine lockere und krümelige Struktur und enthält sowohl unlösliche organische Moleküle als auch lösliche Substanzen. Diese bezeichnet man als Huminsäuren.

Die Humusbildung ist ein kontinuierlicher Prozess, der von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird, wie beispielsweise der Biomasse-Art und Menge, der Bodenfeuchtigkeit, der Temperatur und der Aktivität der Bodenorganismen. In gut belüfteten und feuchten Böden mit einer reichen Vielfalt an Bodenlebewesen erfolgt die Humusbildung in der Regel schneller und effizienter.

Humus in den Händen

Eigenschaften von Humus: Fruchtbarkeit, Nährstoffverfügbarkeit und Co.

Im Boden entsteht also auf natürliche Weise eine dunkle organische Masse, die reich an Nährstoffen ist und zur Fruchtbarkeit des Bodens beiträgt, indem es Wasser speichert, die Bodenstruktur verbessert und das Wachstum von Pflanzen unterstützt.

Denn die enthaltene Huminsäure fördert die Aufnahmekapazität von Wurzeln durch eine erhöhte Kationenaustauschkapazität. Außerdem wird die Gesundheit von Pflanzen gestärkt, indem Schädlinge daran gehindert werden, in die Pflanzenzellen einzudringen.

Wie wirkt Humus auf Zimmerpflanzen?

Humus im Erdsubstrat für Zimmerpflanzen, ein wahres Wundermittel, bringt ebenfalls viele Vorteile. Durch seine Struktur lockert es verdichtetes Substrat auf, wodurch Pflanzen eine bessere Wurzelbildung erfahren können. Außerdem erhalten Wurzeln so mehr Luft und faulen weniger häufig. Die enthaltenen Nährstoffe bessern auch alte Pflanzerde wieder auf. Humus kann Pflanzen alternativ oder zusätzlich zu einem Düngemittel essenzielle Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor oder Kalium zuführen.

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Wurmkomposter

Wie dem Garten und Grünpflanzen Humus zugefügt werden kann: Kompost herstellen oder Humus kaufen?

Sowohl ein Heimkomposter als auch ein Wurmkomposter bieten die Möglichkeit, Humus selbst herzustellen. Alternativ kannst Du auch Humus in fester oder flüssiger Form kaufen.

Ein Heimkomposter sammelt organische Abfälle wie Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz sowie Laub. Diese Materialien werden auf einem Komposthaufen geschichtet. Um die Zersetzung der Biomasse zu fördern, ist es wichtig, den Komposthaufen ausreichend feucht zu halten und ihn regelmäßig zu mischen oder zu drehen. Der Prozess kann je nach den Bedingungen und der Größe des Komposters einige Monate bis zu einem Jahr dauern.

Ein Wurmkomposter verwendet spezielle Regenwürmer, um organische Abfälle zu zersetzen. Dabei werden die Würmer in gestapelten Behältern mit einer Schicht aus feuchtem Karton- oder Zeitungspapier platziert. Die oberste Schicht des Komposters wird mit den organischen Küchenabfällen versehen. Die Würmer fressen sich durch die Abfälle und verwandeln sie in Wurmhumus. Dabei ist es wichtig, den Komposter feucht zu halten und die Würmer angemessen zu füttern, um Geruchsbildung zu vermeiden. Nach einer gewissen Zeit kann der fertige Wurmhumus entnommen und als nährstoffreicher Dünger für Pflanzen genutzt werden.

Wie ein Humusgehalt in das Substrat eingearbeitet wird

Humus kann entweder in fester Form direkt mit der Erde gemischt werden, oder Du gibst Deinen Zimmerpflanzen Humus in flüssiger Form!

Flüssiger Humus ist eine konzentrierte Form von Nährstoffen, Mikroorganismen und anderen Substanzen, die im Humus enthalten sind. In der Regel erfolgt die Herstellung von flüssigem Humus durch Einweichen von Humusmaterialien wie Kompost oder Wurmhumus in Wasser. Während des Einweichens werden die Nährstoffe und Mikroorganismen aus dem Humusmaterial in das Wasser freigesetzt. Dieses Wasser wird dann abgegossen oder gefiltert, um eine flüssige Lösung zu erhalten.

Flüssiger Humus kann als Dünger oder Pflanzenstärkungsmittel verwendet werden, indem Du es mit Gießwasser vermischst oder es direkt als Blattspray auf die Blätter sprühst.

Philodendron Pflanze

Welche Pflanzen besonders von Humus im Boden profitieren

Unter den Zimmerpflanzen gibt es Stark-, Mittel- und Schwachzehrer. Zu den weniger genügsamen Grünpflanzen, die einen hohen Nährstoffbedarf haben, gehören unter anderem Monstera, Philodendron, Cala und Alocasia. Diese Pflanzen profitieren besonders von der Zugabe von Humus, da dieser Huminstoffe und wichtige Nährstoffe enthält.

Wichtige Tipps und Tricks für die Verwendung von Humus mit Zimmerpflanzen

Es ist wichtig zu beachten, dass die Ansprüche der einzelnen Pflanzen an den Boden variieren können. Es ist daher ratsam, die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Pflanzenart zu berücksichtigen und das Humusniveau im Substrat entsprechend anzupassen.

Unsere wichtigsten Tipps zur Pflanzenpflege gibt es in diesem Video!